Besenreiser – nicht krankhaft, aber lästig

 

Ihren Namen haben sie, weil sie aussehen wie ein Besenreisig. Besenreiser sind kleine erweiterte Venen dicht unter der Haut, die mit Blut gefüllt sind und daher als dunkelblaue Äderchen oder rötliche Flecken erscheinen. Im Gegensatz zu Krampfadern verursachen sie normalerweise keine Beschwerden und sind nicht krankhaft, auch wenn sie ggf. ein Hinweis auf eine gewisse Venenschwäche sein können. Viele Frauen ab dem 40. Lebensjahr - und die sind in der Regel betroffen - empfinden die Besenreiser jedoch als störend – vor allem, wenn sie bei wärmeren Temperaturen gern auf Strümpfe und Strumpfhose verzichten möchten.

 

Zur wirksamen Beseitigung der unschönen Äderchen existieren verschiedene Methoden. Bewährt hat sich v. a. die Verödung. Dabei wird eine Flüssigkeit (Aethoxyssklerol) in die erweiterte Vene gespritzt, die eine Reizung der Venenwand verursacht und so zum Verschluss des Gefäßes führt. Zunächst zeigen sich deutlich sichtbare Gefäßkonturen. Sie sind normal und ein Zeichen für den Erfolg der Behandlung. Im Rahmen des Heilungsprozesses verblassen die verödeten Besenreiser und werden vom Körper abgebaut.

 

Die Verödungstherapie ist nebenwirkungs- und schmerzarm. Eine Narkose ist nicht notwendig. Im Gegensatz zur Therapie bei Krampfadern werden die Kosten für die Besenreiserverödung von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Anders verhält es sich mit der vorab notwendigen Gefäßdiagnostik, mit der Erkrankungen des tiefen oder oberflächlichen Venensystems ausgeschlossen werden. Diese sind im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten.

 

 

Arthroskopische Eingriffe im Kniegelenk

 

Das Kniegelenk ist das größte und am meisten beanspruchte Gelenk des menschlichen Körpers und daher auch das am häufigsten verletzte. Neben degenerativen Erkrankungen wie Arthrose oder Meniskusschäden sind hier auch Verletzungen des Kreuzbandes – oftmals ausgelöst durch Sportunfälle – zu nennen.

 

Operationen am Knie erfolgen heute vielfach nicht mehr in offener Technik, sondern mit der sog. Arthroskopie (Gelenkspiegelung). Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „in das Gelenk hineinschauen“ (arthros = Gelenk, skopein = hineinschauen). Heute ist jedoch weit mehr möglich als das bloße Hineinsehen. Mithilfe der sog. Schlüsselloch-Chirurgie kann gleichzeitig die minimal-invasive Reparatur von Schäden erfolgen. Die Arthroskopie ist aus der modernen Gelenkchirurgie nicht mehr wegzudenken.

 

Für die Kniespiegelung werden in der Regel lediglich zwei sehr kleine Schnitte benötigt. Über einen dieser Zugänge wird ein spezielles Endoskop eingeführt. Daran angeschlossen ist eine Miniaturkamera, die die Bilder aus dem Gelenkinneren in starker Vergrößerung auf einen Bildschirm überträgt. So lassen sich Knorpel, Meniskus und Bänder zuverlässig beurteilen. Über den zweiten Zugang werden Spezialinstrumente eingeführt, mit denen die diagnostizierten Defekte repariert werden.

 

Gegenüber offenen Verfahren hat die Schlüsselloch-Technik zahlreiche Vorteile. Es werden keine gesunden Strukturen verletzt, die Methode ist für den Patienten im Allgemeinen weniger belastend und weniger schmerzhaft. Auch erholt sich das Gelenk rascher und ist schneller wieder belastbar. Es entstehen nur sehr kleine und kaum sichtbare Narben.

 

 

athroskopischer Eingriff am Kniegelenk

Hallux valgus und Hammerzehe

 

Unsere Füße tragen uns im Laufe eines Lebens fast dreimal um den Erdball und müssen Tag für Tag knapp 1.000 Tonnen an Belastung aushalten. Neben Erkältungen und Zahnschmerzen zählen Fußprobleme zu den häufigsten Beschwerden. Brennende Füße kennt fast jeder. Etwa 60 % der Deutschen leiden jedoch an einem schmerzhaften Fußproblem. Hallus valgus sowie Hammer- und Krallenzehe sind dabei die häufigsten Krankheitsbilder. Die im Volksmund als Ballenzeh bezeichnete Fehlstellung der Großzehe (Hallus valgus) kommt mehrheitlich bei Frauen vor. Häufig ist sie Folge von geschlossenen Schuhen mit hohen Absätzen, die über Jahre getragen werden.

 

Im Anfangsstadium lässt sich ggf. mit konservativen Methoden wie Druckentlastung, Einlagen, Fußgymnastik und bequemen Schuhen noch Abhilfe schaffen. Lässt sich damit keine Linderung mehr erzielen, ist ein operativer Eingriff das Mittel der Wahl. Es gibt mehr als 100 verschiedene Methoden, den Vorfuß zu operieren. Nach genauer Diagnostik wird das individuell geeignete Operationsverfahren ermittelt und dem Patienten genau erläutert.

Durch die Weiterentwicklung fußchirurgischer Techniken sind operative Eingriffe für Patienten heute jedoch deutlich weniger belastend als noch vor einigen Jahren. Im Vordergrund stehen gelenkschonende Verfahren, die den Fuß in seiner Funktion weitgehend erhalten. Durch neu entwickelte Materialien können heute auch kleinere Schrauben, Platten und Implantate genutzt werden, die knöcherne Korrekturen an den Füßen ermöglichen. Mit einem speziellen Verbandsschuh ist der Fuß in aller Regel sofort wieder belastbar. Eine Gipsruhigstellung ist nicht erforderlich. Nach 4 bis 6 Wochen ist das Tragen normaler Schuhe wieder möglich.

 

 

Chirurgische Praxis Lothar Gussning - Kampstraße 32 (Eingang Petergasse) - 44137 Dortmund - Tel. 0231/ 14 50 41 - Email: praxis@lothar-gussning.de